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"Call of Duty": Da schlagen die zurück, die sonst viel zu oft zu kurz kommen, lautet seine Botschaft: Die Pump-Gun-Schützin ist pummelig und trägt Brille, auf dem Werferrohr des Familienvaters steht Proud Noob – was stolzer Anfänger, aber auch stolzer Trottel heißen kann und jemand, der gekleidet ist wie eine Fast-Food-Küchenhilfe, posiert mit zwei Pistolen in John-Woo-Geste und starrem Blick. Allein bei YouTube zählt der Spot nach nur wenigen Tagen bereits 1,3 Millionen Abrufe. Wohl, weil er die Fantasien vieler Spieler ziemlich gut trifft. Ja, es gibt keine Toten in dem Film, niemand wird sichtlich verletzt. Doch die Grafik ist nicht mehr comichaft und pixelig, sondern viel zu real. Und die glücklich grinsenden Gesichter der Schützen machen es nicht besser. Ihre Aussage lautet: killen ist fun.

Kai Biermann: Den Soldaten in uns im Zaum halten


Für Filmkritiken gilt eine sehr einfache Regel: Man sollte den Film, über den man schreiben will, aufmerksam und komplett sehen. Ich aber habe weggesehen, als Machete einem Gegner den Bauch aufschlitzt, um sich an dessen Darm aus einem Fenster zu schwingen. Ich habe weggesehen, als einem Priester Eisennägel, dick wie Wurstfinger, durch die Hand geschlagen werden. Ich habe weggesehen, als eine nackte Frau ihr Handy aus der Vagina zieht. Ich habe weggesehen, als Machetes Familie abgestochen wird. Ich habe bei allem Unappetitlichen weggesehen. Und weil es in diesem Film nicht gerade wenig Unappetitliches gibt, habe ich große Teile des Films nicht wirklich gesehen.

Maren Keller über den Film "Machete" von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino


... Als er anfängt zu erbrechen, möchte sein Folterer ihn vor dem Ersticken bewahren, indem er ihm den Knebel wieder abnimmt und versucht, Erbrochenes aus seinem Mund zu entfernen. Als Paxton nach den Fingern seines Peinigers schnappt, ist dieser darüber so verärgert, dass er Paxton mit einer Motorsäge einen Teil dessen linker Hand abschneidet, woraufhin Paxton seine verletzte Hand aus der Handschelle ziehen kann. Bei einem zweiten Angriff rutscht der Peiniger auf dem blutigen Boden aus und fällt zu Boden. Er verliert dabei die Motorsäge, welche durch die Luft wirbelt, auf das rechte Bein des Peinigers fällt und dieses abtrennt. (...) Seinen Freund Josh hat ebenfalls ein sehr schlimmes Schicksal ereilt. Erst bohrte ihm ein holländischer Geschäftsmann mit einer Bohrmaschine zweimal in den Brustkorb und in die Oberschenkel. Josh flehte ihn an, ihn doch gehen zu lassen, welcher ihm daraufhin die Achillessehnen mit einem Skalpell durchtrennte, die Tür der Folterkammer öffnete und sagte, dass er gehen könne. Als Josh aufstehen will, fällt er aufgrund der durchtrennten Sehnen zu Boden und wird von dem Holländer zurück in die Folterkammer geschleift, wo er ihm daraufhin die Kehle durchschneidet. (...) Paxton flüchtet in ein Auto, doch dann hört er Schreie einer jungen japanischen Frau. Paxton kann einfach nicht losfahren, will sie retten und geht deshalb nochmal in den Keller. Er findet sie dort auch. Sie sitzt angekettet auf einem Stuhl, wo der Geschäftsmann, mit dem Paxton vorhin sprach, ihre rechte Gesichtshälfte gerade mit einem Bunsenbrenner „bearbeitet“. Sie schreit um ihr Leben und Paxton erschießt den Peiniger. Dann schneidet er ihr das Auge ab, da es nur noch an einem Nerv in der Augenhöhle hängt, und flüchtet mit ihr. Bei der Flucht im Auto überfährt er absichtlich die zwei Mädchen und den polnischen Tippgeber und flieht zum Bahnhof....

Teil der Handlung im Splatterfilm "Hostel" (siehe auch: "Hostel 2") - von Eli Roth seinem Freund und Kollegen Quentin Tarantino (Quelle: Wikipedia)


Die 6 amerikanischen "Saw"-Horrorfilme spielten bei vergleichsweise geringen Produktionskosten 600 Millionen Dollar ein. Neben verschiedenen Saw-Videospielen existieren auch zahlreiche CDs mit den jeweiligen Soundtracks zu den Filmen, ein Comic, sowie ein Online-Klick-Adventure-Spiel.


Die Expertin für Persönlichkeitsentwicklung Suzanne Grieger-Langer schätzt den Anteil von Psychopathen auf etwa 1 Prozent der Weltbevölkerung. Danach sind allein in Deutschland mehr als 800.000 Menschen - psychisch nicht nur leicht, sondern schwer gestört. Im Management sind ihre Aussage nach sogar 3,5 Prozent der Führungskräfte Psychopathen.


Der Krieg zerstört die Psyche von Soldaten: Manche werden zu Mördern oder Selbstmördern, viele zu seelischen Krüppeln. Das belegen jetzt enthüllte Protokolle des US-Militärs. Am drastischsten zeigt der Amoklauf von John Russell, wie wenig das Problem unter Kontrolle ist.

Cordula Meyer: Kopfschüsse im Camp der Freiheit


Full Metal Jacket - Grundausbildung


Als er wissen wollte, wie autoritätshörig Menschen sein können, erzielte der US-Sozialspsychologe Stanley Milgram Anfang der 60er Jahre bei seinen Testpersonen erstaunlichen Erfolg mit unmenschlichen Befehlen, jemand anderen im Namen der Wissenschaft zu foltern. Im französischen Fernsehen wurde das Experiement gerade mit ähnlicher Versuchsanordnung wiederholt. Ergebnis: "Bei Milgram haben mehr als 62 Prozent der Probanden auf eine Autirität gehorcht, in einer Fernsehsituation sind es 80 Prozent."Der Krieg zerstört die Psyche von Soldaten: Manche werden zu Mördern oder Selbstmördern, viele zu seelischen Krüppeln. Das belegen jetzt enthüllte Protokolle des US-Militärs. Am drastischsten zeigt der Amoklauf von John Russell, wie wenig das Problem unter Kontrolle ist.


Das Böse ist schließlich keine Frage des biologischen Geschlechts, sondern eine Frage der Macht. Das Böse passiert da, wo die einen mächtig und die anderen ohnmächtig sind - und es den Mächtigen an der Fähigkeit zur Empathie, zum Mitgefühl fehlt. Letzteres ist im Patriarchat, das wir nun mal seit ein paar tausend Jahren objektiv haben, eher traditionell der Part von Männern. Den Frauen wurde der Part von Menschlichkeit und Mitgefühl zugewiesen, Macht und Gewalt waren lange tabu für sie. Darum wurden sie zu Spezialistinnen der verdeckten, psychischen Gewalt.

Alice Schwarzer: Foltern Frauen wie Männer


Mangel an Anerkennung führt zum Schwund der Selbstachtung, der nicht selten durch eine Art Emigration ausgeglichen wird, sei es intern (durch Krankheit oder Sucht) oder extern (durch Kriminalität oder politische Radikalisierung).

Ulrich Greiner


Unsere Gedankentätigkeit ist mit einem Eisberg vergleichbar: "Was uns bewusst wird, ist nur dessen Spitze. Neunzig Prozent liegen unter Wasser – das sind die unbewussten Prozesse in unserem Gehirn. Aber die Spitze gehört ja zum Eisberg dazu, beide bilden eine Einheit"

John-Dylan Haynes - siehe auch: Wie frei sind die Gedanken noch? - Der unbewusste Wille - Fortschritt und Dilemma - Was will ich und wenn ja, wie oft


Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils. Das Programm der Aufklärung war die Entzauberung der Welt. Sie sollte die Mythen auflösen und Einbildung durch Wissen stürzen.

Horkheimer / Adorno: Dialektik der Aufklärung


Die zunehmende Intellektualisierung und Rationalisierung bedeutet also nicht eine zunehmende allgemeine Kenntnis der Lebensbedingungen, unter denen man steht. Sondern sie bedeutet etwas anderes: das Wissen davon oder den Glauben daran: daß man, wenn man nur wollte, es jederzeit erfahren könnte, daß es also prinzipiell keine geheimnisvollen unberechenbaren Mächte gebe, die da hineinspielen, daß man vielmehr alle Dinge – im Prinzip – durch Berechnen beherrschen könne. Das aber bedeutet: die Entzauberung der Welt. Nicht mehr, wie der Wilde, für den es solche Mächte gab, muss man zu magischen Mitteln greifen, um die Geister zu beherrschen oder zu erbitten. Sondern technische Mittel und Berechnung leisten das. Dies vor allem bedeutet die Intellektualisierung als solche."

Max Weber: Wissenschaft als Beruf


Wenn Adorno schreibt: Die vollends aufgeklärte Welt strahlt im Zeichen triumphalen Unheils, dann ist eben auch wahr, dass dieses triumphale Unheil das der anderen ist, während man selbst beispiellos sicher und behaglich lebt. Die Solidarität mit den Elenden geht übrigens nicht sehr weit, und darüber lügen sich linke Gesellschaftskritiker gern in die Tasche, wie man an ihrer eigenen Lebenspraxis sehen kann.

morph bei weissgarnix


Fünf Weltreligionen und etliche Generationen von Geisteswissenschaftlern haben es nicht geschafft, ein einheitliches Bild vom idealen Menschen zu entwerfen. Und Maos Kulturrevolution endete im Desaster. Den gierfreien Menschen gibt es immer noch nicht, es gab ihn auch nie im Sozialismus. Es braucht deshalb eine Wirtschaftsordnung, die das natürliche Streben nach Reichtum in produktive Bahnen lenkt und so Gemeinwohl fördert – bei allen Schwierigkeiten, dafür den optimalen Rahmen zu setzen.

Jörg Eigendorf


Ja, stimmt schon, natürlich gelingt es manchen Menschen auch unter Benutzung ihres Verstandes zu glauben. Wir wissen auch, dass die schrecklichsten totalitären Regime des 20. Jahrhunderts nicht religiös waren (obwohl sie viele ersatzreligiöse Züge trugen). Dennoch kann man nicht behaupten, dass die Welt durch die Rückkehr der Religion auf die Tagesordnung irgendwie besser geworden sei. Es bleibt eine Tatsache, dass die meisten Massenmörder unserer Zeit glauben, in Gottes Auftrag zu handeln.

Dirk Maxeiner


Die Religion stützt sich vor allem und hauptsächlich auf die Angst. Teils ist es die Angst vor dem Unbekannten und teils, wie ich schon sagte, der Wunsch zu fühlen, dass man eine Art großen Bruder hat, der einem in allen Schwierigkeiten und Kämpfen beisteht. Angst ist die Grundlage des Ganzen - Angst vor dem Geheimnisvollen, Angst vor Niederlagen, Angst vor dem Tod. Die Angst ist die Mutter der Grausamkeit, und es ist deshalb kein Wunder, dass Grausamkeit und Religion Hand in Hand gehen, weil beide aus der Angst entspringen. (…) Eine gute Welt braucht Wissen, Güte und Mut, sie braucht keine schmerzliche Sehnsucht nach der Vergangenheit, keine Fesselung der freien Intelligenz durch Worte, die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden. Sie braucht einen furchtlosen Ausblick auf die Zukunft und eine freie Intelligenz.

Bertrand Russell: Warum ich kein Christ bin


Ich glaube, die Gottesfurcht ist ein Deal: Fürchte Gott, dann hast du sonst nichts und niemanden zu fürchten – nicht einmal den Tod.

ceteris


Das Problem der Religion ist, das die Gesellschaft nicht ohne sie auskommt und nie ohne sie auskam. Religion ist der, wenn alle anderen Stricke des Weltbildes (Familienzusammenhalt, Karriereplanung, Fitnessplanung, …) reißen, letztlich übrig bleibende, ununterschiedene, absolut gesetzte Rückhalt, den man als Individuum, mit anderen Individuen, findet. Besonders wenn man sich einer unzähmbaren, unsicheren, unstabilen und inkonsistenten gesellschaftlichen Realität gegenüber ausgeliefert sieht.

Stefan Schulz


Etwa 50% der US-Amerikaner und 80 % der Türken glauben nicht an die darwinsche Evolutionstheorie. In der Türkei werden die Webseiten des Wissenschaftlers und Atheisten Prof. Richard Dawkins gesperrt. Noch nicht in Zweifel gezogen wurde bislang das Gesetz der Schwerkraft. Siehe auch: Darwin-Streit in der Türkei und: Wie die Sünde in die Welt kam


Der Anteil der westdeutschen Bevölkerung, der sich als religiös beschreibt, ist zwar wesentlich geringer als die Zahl der Kirchenmitglieder, aber weitaus größer als in Ostdeutschland. 47 Prozent der westdeutschen, aber 25 Prozent der ostdeutschen Bevölkerung stufen sich als religiös ein. 53 Prozent der westdeutschen, aber 29 Prozent der ostdeutschen Bevölkerung geben an, dass christliche Wertvorstellungen für sie persönlich wichtig oder sogar sehr wichtig sind. Die Mehrheit der ostdeutschen Bevölkerung bekennt sich offensiv zu ihrer Distanz zu Religion und Kirche. Das gilt besonders für diejenigen, die jünger als dreißig Jahre sind

Renate Köcher


Atomausstieg, direkte Demokratie, Finanzmärkte, Afghanistan - das waren die großen Themen beim Kirchentag in Dresden. Die Veranstalter wollten es so. Boshaft könnte man fragen, was das Protestantentreffen noch von einem Globalisierungsgegner-Forum unterscheidet. (...) In einer Gesellschaft, in der eher wenige Menschen an Gott glauben, scheint es vielen Kirchenvertretern geboten, die Religion aufs Menschlich-Allzumenschliche zu schrumpfen. Das Ergebnis sind Radio-Andachten und Predigten, in denen Pfarrer auf eine Weise "vom Glauben erzählen", die Fremdschämen verursacht. Margot Käßmann, der Star des Kirchentags, steht exemplarisch für diese Theologen, die sich auf frömmelnde Allgemeinplätze und politischen Geltungsanspruch spezialisiert haben. Statt sich - jetzt erst recht - intellektuell mit der Bibel, mit der komplizierten Beziehung des Menschen zu Gott zu beschäftigen, versorgen sie eine glaubensferne Gesellschaft mit Kinderglauben, Esoterik und Discount-Moral.

Tobias Kaufmann: In Käßmanns Kinder-Kirche


"Es gibt keinen gerechten Krieg, es gibt nur einen gerechten Frieden", sagt sie [Margot Käßmann] weiter. Das ist so wohltönend wie falsch. Es gibt einen faulen Frieden, der puren Terror und Menschen- und vor allem Frauenvernichtung bedeutet wie im Iran. Und es gibt den gerechten Krieg wie den im Kosovo, der einen Genozid verhindern half.

Matthias Matussek: Bomben und beten - ja, das geht!


Lieber mit Gott irren, als mit den Würmern Recht haben.

Else Buschheuer


Obwohl ich areligiös bin, glaube ich an Gott. Gott ist böse, gemein, hinterhältig, zynisch, unmoralisch, und vor allem ist er ein Sadist. Er hat mehr zugelassen als einen Holocaust. Er hat Kambodscha zugelassen, er hat den Völkermord an den Armeniern zugelassen, er hat Ruanda zugelassen, er hat Srebenica zugelassen, er läßt ganz vieles zu. Ich denke, er macht öfter eine Pause, guckt runter und hat seinen Spaß daran, wie sich die Kinder, die ihm zugedichtet werden, gegenseitig massakrieren.

Henryk M. Broder

Jeder Gebrauch der Ehe, bei dessen Vollzug der Akt durch die Willkür der Menschen seiner natürlichen Kraft zur Weckung neuen Lebens beraubt wird, verstößt gegen das Gesetz Gottes und der Natur, und die solches tun, beflecken ihr Gewissen mit schwerer Schuld.

Aus der Enzyklika von Papst Pius XI. (1930)


(...) Wenn der Römische Papst in höchster Lehrgewalt (ex cathedra) spricht, (...) so besitzt er aufgrund des göttlichen Beistandes, (...) jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren ausgerüstet haben wollte. Diese endgültigen Entscheidungen des Römischen Papstes sind daher aus sich und nicht aufgrund der Zustimmung der Kirche unabänderlich."

Erstes Vatikanisches Konzil am 18. Juli 1870


Der Zölibat ist ja eine Erfindung eines späten Konzils. Das steht nicht im Neuen Testament, auch nicht bei Augustinus. Inzwischen haben die Katholiken geglaubt, dass es ein Gebot Gottes sei, das ist aber ein Irrtum.

Helmut Schmidt


Wenn ein Priester darauf verzichtet, einen wesentlichen Teil seiner Person zu leben, eben die genitale Sexualität, hat er – so das Ideal – für die emotionale Seite besondere Kraft zur Verfügung. Hier treffen sich die theologische und die therapeutische Dimension: Der Priester soll sich durch den Verzicht auf eine Ehe in intensiverer Weise verfügbar machen für seine Beziehung zu Gott und zu seiner Gemeinde. (...) Was aber, wenn sich die menschliche Sexualität als trickreicher herausstellt, als ihre Dompteure das vorhersehen? Wenn sie sich nicht kanalisieren lässt? (...) Sowenig der Zölibat die manifesten Triebtäter anzieht (jedenfalls gibt es keine Zahlen, die das belegen), so attraktiv ist er für junge Männer, die sich sexuell ein Rätsel sind. Unter dem Dach der Kirche, so hoffen nicht wenige, können sie sich des lästigen Themas ihrer Entwicklungsstörung entledigen und erhalten im Austausch für den Vorsatz zur sexuellen Abstinenz Zuspruch, Status und ein festes Einkommen.

Patrik Schwarz


Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Pädophilie nicht therapierbar ist. In der Regel muss man sich darauf beschränken, dem Pädophilen seine Neigung bewusst zu machen. Er muss versuchen, einen Umgang mit ihr zu finden.

Jürg Acklin: Es gibt kein Leben ohne Sex


In den fünfziger und sechziger Jahren wurden in Deutschland Hunderttausende Heimkinder von Pastoren, Priestern und Nonnen misshandelt. Katholische und evangelische Erzieher prügelten und quälten mit oft sadistischer Freude und im Namen Gottes und der Kirche in rund 3000 Heimen und Kindergärten die ihnen anvertrauten Jugendlichen. Mit 120 Millionen Euro aus einem Hilfsfonds sollen nun die immer noch traumatisierten Opfer entschädigt werden. Es könnte noch Jahre dauern, bis die Summen ausgezahlt werden - für viele kommt das Geld bereits zu spät.

Viele haben Angst – auch heute noch


Es muss anerkannt werden, dass ein großer Teil der katholischen Kleriker und Priesteranwärter in Europa und den Vereinigten Staaten homosexuell veranlagt ist meint der Theologe David Berger, Ex-Herausgeber eines konservativen katholischen Magazins und früher korrespondierender Professor für die Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin in Rom.


Aber man kann die Katholische Weltkirche nicht auf das Problem des Missbrauchs reduzieren. Ich habe die Weltkirche kennengelernt, in Brasilien, in New York, in London, wo ich als Korrespondent gearbeitet haben. Starke Gemeinden, glühende Gemeinden. Da draußen gibt gibt es andere Probleme als in übersatten Komfortgesellschaften wie bei uns: Armut, brennende Ungerechtigkeit, Krankheit, Tod. Überall sind katholische Priester im Einsatz. Sie begleiten die Sterbende, sie helfen den Pennälern, sie trösten die Einsamen. Und dann sitzt Du da und hörst Dir an: Die Kirche ist voller Päderasten. Der Zölibat zieht Perverse an. Die Kirche besteht zu vierzig Prozent aus Schwulen. Der Mann an der Spitze trägt Frauenkleider. Und Du kannst das erst mal nicht fassen.Noch einmal: Ich glaube nicht daran, dass es einen Zusammenhang zwischen Zölibat und Pädophilie gibt, und ich kenne keinen Fachmann, der das behauptet.

Matthias Matussek - siehe auch: "Warum ich nicht austreten kann"


Die Klöster waren oft die reinsten Bordelle, doch mussten die armen Nonnen, aus Sittlichkeitsgründen nicht selten sogar der Beichtväter beraubt, auch mit Kindern vorlieb nehmen, mit Vierbeinern. Wie denn nur beispielhalber die Ritter des Deutschen Ordens, verpflichtet, ein Leben „allein im Dienste ihrer himmlischen Dame Maria“ zu führen, alles vögelten, was eine Vagina hatte, Ehefrauen, Jungfrauen, kleine Mädchen und, wie wir nicht ohne Grund vermuten dürfen, weibliche Tiere. Wie es ja auch im Vatikan, lange, sehr lange, recht locker zuging, etwa – einer für viele – Papst Sixtus IV, Erbauer der Sixtinischen Kapelle und eines Bordells, noch seine Schwester und Kinder besprang, sein Neffe, Kardinal Pietro Riario, sich buchstäblich zu Tode koitierte und auch noch, Ehre wem Ehre gebührt, eines der schönsten Grabdenkmäler der Welt bekam.

Karlheinz Deschner / Interview mit dem humanistischen Pressedienst


Im Kloster Birkenfels im Ansbachschen gingen die Nonnen 1544 sogar zum Tanz in die Dorfschenke oder abends zur Zeche. Bei einer 1563 vorgenommenen Untersuchung der 88 österreichischen Klöster zählte man 387 Mönche und 86 Nonnen. Die 387 Mönche unterhielten in ihren Gotteshäusern 237 Konkubinen und 49 Ehefrauen. Die 86 Nonnen brachten 50 Kinder auf die Welt. Im Kloster Kiernberg hatte ein einziger Mönch 14 Kinder gezeugt.

Maike Vogt-Lüerssen


Martin Luther über die Juden - aus dem Sieben-Punkte-Programm der "scharfen Barmherzigkeit" zur "Entladung von der Judenlast":

Ich will meinen treuen Rat geben -

1. Erstlich, dass man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehen ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien ...

2. Zum anderen, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun ...

Das zentrale Dokumente des lutherischen Antisemitismus ist die grundlegende Schrift Martin Luthers Von den Juden und ihren Lügen (1543). In seinen letzten Lebensjahren erscheint die Judenverfolgung als das wichtigste Anliegen von Martin Luther. Sie ist auch das Thema seiner letzten Kanzelabkündigung am 15.2.1546 in Eisleben, drei Tage vor seinem Tod

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Adolf Hitler: „Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung, sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen.“

"Der Theologe"